Christina von Bitter   Das sichtbar Unsichtbare

 

Kunstraum Kesselhaus

 

12.04.2019 - 02.06. 2019

 

Vernissage am Donnerstag, den 11.April, 19 Uhr

Bilder : Rudolf von Bitter

 

 

 

 

 

 

Der Kunstverein Bamberg eröffnet seine Ausstellungssaison 2019 mit den Arbeiten der Bildhauerin Christina von Bitter. Ihre körperlosen, auf die Hülle reduzierten Objekte schweben vom 11. April an durch das ehem. Kesselhaus des Alten Krankenhauses an der Unteren Sandstraße.

 

Christina von Bitter hat an den Kunstakademien in München und Berlin studiert und war Meisterschülerin bei Lothar Fischer. Sie lebt in München, wo in ihrem kleinen Atelier in der Innenstadt die weiß gefassten organischen Plastiken entstehen: luftig - fragil wirkende Gebilde, die vorwiegend aus Papier und Draht entwickelt werden und die Schwerkraft aufzulösen scheinen. Sie erinnern an Häuser, Gefäße und Flugobjekte, Musikinstrumente sowie verschiedene andere  Gegenstände des Alltagslebens. Seit vielen Jahren beschäftigt die Künstlerin sich intensiv mit Kleidern und Corsagen in unterschiedlichsten Größen – bis zu einer Höhe von 6 Metern –, die nun als eigenständige Gebilde Körper umschreiben, die von allem Volumen befreit sind. Unsichtbare Körper werden nur in ihren Hüllen sichtbar.

 

In dem Katalog “Die Haut der Dinge“ schreibt Gottfried Knapp: „Das anvisierte Objekt verliert bei der Gestaltung … deutlich an Masse und Gewicht, es wird schwebend leicht, definiert sich nur noch durch seine Hülle, seine Epidermis. Das Wesen der so geschaffenen Skulptur erfüllt sich….nicht im Konzentrat, im hochverdichteten Kern, sondern in der Leere, die körperhaft gefasst wird, im präzise definierten Hohlraum."

 

 

 

In kleiner Form begegnen wir diesen Draht-Figurinen vor einer als Hintergrund dienenden Postkarte; rätselhafte Bildwelten entstehen in diesen Kästen, die an Theaterbühnen erinnern. In ihnen entfaltet sich noch einmal die ganze Poesie der Kunst von Christina von Bitter.