Robert Stark Material und Masse

Bilder von der Vernissage Robert Stark Material und Masse (Foto Kahle)

implicit touch

 

Die  Jahresausstellung des Kunstvereins in der Stadtgalerie Villa Dessauer 2017 widmete sich dem Thema Skulptur. Dabei ging es speziell um körperhafte Objekte, bei denen das Form-Werden, die Suche des Künstlers und der Künstlerin nach Form und Gestalt, eine zentrale Rolle spielt. Wieviel "touch" wird in spezifischen Materialien  erkennbar? Wo werden die Spuren zupackender Hände sichtbar?  So werden etwa die plastischen Arbeiten des Düsseldorfer Bildhauers Markus Karstieß vor allem durch seine Hände geformt. Der Handabdruck ist inhaltlich immer präsent und formal bestimmend.

 

 

 

Anhand unterschiedlicher Positionen werden prozesshafte Dialoge  erfahrbar und begreifbar, die sich zwischen einer konzeptuellen  Idee und den Herausforderungen des Materials in einer geradezu physischen Auseinandersetzung ereignen. Im englischen Begriff „touch“ ist der Akt des Berührens enthalten aber auch das Berührt-Werden als emotionale Betroffenheit. Implicit ist uns ein solch körperbasierter Zugang zur Welt als unbewusste Wissensform eingelagert.

 

Die Körperlichkeit einer Plastik ist dabei nicht im abbildenden Sinne wichtig, sondern beinhaltet die Frage, wie sich der Einsatz des Körpers beim bildnerischen Arbeiten auf das Material überträgt. Heinz Breloh, einer der radikalsten figurativ arbeitenden Künstler des ausgehenden 20.Jahrhunderts gewinnt seine gestischen Gebilde aus dynamischen Interaktion seines eigenen Körpers mit dem Material – Monumente der Körperspur.

 

 

 

Erstmals in Bamberg zu sehen sind auch Reliefs des Bildhauers Hans Josephsohn, neben Alberto Giacometti der wohl bedeutendste Bildhauer der Schweiz. In langwierigen Prozessen formte er sein Material  immer neu zu amorph anmutenden Figuren.

 

 

 

Gezeigt werden Werke von Heinz Breloh, Katinka Bock, Frauke Boggasch, Simone Forti, Horst Münch, Cecile Huber, Hans Josephsohn, Markus Karstieß und Aimée Parrott; die Ausstellung kuratiert Notburga Karl.

 

 

Stadtgalerie Villa Dessauer   Hainstr. 4a       96047 Bamberg

 

 

2.6. - 16.7. 2017

 

 

 

Die Arbeit Harry und ich von Heinz Breloh wird angeliefert und in die Villa Dessauer transportiert. (Fotos Kahle)

Zur Eröffnung gab es eine "Heinz Breloh Torte", gestaltet von Marie Theres Worch.

Die Performance "huddle" von Simone Forti wurde von Studierenden der Universität Bamberg aufgeführt

(Fotos Kahle)

Arbeiten von Horst Münch, Markus Karstiess und Heinz Breloh (Fotos Kahle)

Michael Huth >> Für Emilio<<

 

11. 6.  -  2. 7. 2016

 

Ausstellung im Kunstraum Kesselhaus

 

 

Im letzten Herbst hat der Kunstverein Bamberg dem Maler, Graphiker, Plastiker, Schriftsteller, Publizist und Tänzer Michael Huth den Berganza Preis verliehen, der jährlich von der VR Bank Bamberg gestiftet wird. Zur Preisverleihung in der Villa Dessauer waren allein zwei eher kleinformatige Ölbilder als Anschauungsmaterial zu sehen. Nun endlich können Sie auch einen Eindruck seiner großformatigen Arbeiten gewinnen. Im Kunstraum Kesselhaus wurde am Sonntag, den 11. Juni um 11 Uhr die Ausstellung Michael Huth - Für Emilio eröffnet.

 

Am Samstag, den 24.6. lange Kunst-Nacht mit Butoh-Tanz-Performance

 

>> Die Reise zum Lehrervogel<<

 

Susanne Globisch: Harfe & Gesang

Michael Huth: Butoh - Tanz

 

 

 

Bilder von der Eröffnung (Fotos Kahle)

Ausstellung im Kunstraum Kesselhaus (Fotos Gerhard Schlötzer)

Dispatch Work   Jan Vormann

 

 

10.4. -7.5. 2017

 

Das Projekt Dispatchwork begann als Kommentar auf die Bauweise der flickenhaft reparierten Gebäude Bocchignanos, eines kleinen Dorfes in Italien. Der diplomierte Bildhauer Jan Vormann zog hierfür das zeitgenössische Baumaterial Plastik zur 'Reparatur' schadhafter Wände heran. Unter Verwendung von Plastikbausteinen die ebenso architektonisches Grundlehrmittel, aber darüberhinaus auch Element

der weltweiten Popkultur sind, verbreitete sich das Projekt rasch im Internet. Es zählt mittlerweile dutzende aktive Teilnehmer in über einhundert Städten weltweit.
Im Kesselhaus wurde dieses globale Projekt erstmals in einem größeren Umfang vorgestellt.

Zum Abschluss der Ausstellung besserte Jan Vormann eine Mauer an der Sandstraße aus - mittlerweile leider zerstört.

Norbert Kleinlein  " Stills "

 

04.03. - 02.04. 2017

Kunstraum Kesselhaus Untere Sandstr. 42, 96047 Bamberg, Eingang Am Leinritt

 

 

 

 

Norbert Kleinlein, gebürtiger Bamberger, lebt heute als freischaffender Künstler in Schweinfurt. Seine künstlerischen Anfänge sind eng mit seiner Heimatstadt verbunden: über die Vermittlung des Malers Edgar Stengele konnte er bei Robert Bauer Haderlein eine Bildhauerlehre absolvieren. Neben einer Reihe von Stipendien und Kunstpreisen hat er sich ab 1970 in zahlreichen Einzelausstellungen profiliert. Er arbeitet vorwiegend als Bildhauer und Installationskünstler, aber auch Malerei und Zeichnung gehören zu seinem Metier. Die Trennlinien in den verschiedenen Arbeitsweisen, etwa zwischen Bild und Objekt, sind fließend. Das Material spielt durchaus eine prägende Rolle, vertraut sich doch Kleinlein dessen Gestaltungsfähigkeiten an, so arbeitet er in den letzten Jahren vielfach mit Vulkolan, einem Industriematerial für Verpackung. Als Ausgangspunkte dienen auch immer wieder Fundstücke und Alltagsgegenstände. Ursprünglich von der menschlichen Figur ausgehend werden die Skulpturen im Laufe des künstlerischen Werdeganges mehr und mehr reduziert zu übergegenständlichen Körpern, die auf Raum und Flächen, Architekturen, bzw. architektonische Szenarien verweisen.