Ausstellungen 2014

Controlled Collions - Eine Ausstellung von Aldona Kut und Sebastian Kuhn

13.12.14 - 31.01.15

Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer, Hainstraße 4

Öffnungszeiten: Di-Do 10-16, Fr-So 12-18


In der Jahresausstellung des Kunstvereins Bamberg in der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer treffen zum ersten Mal in einer kontrollierten Kollision die Materialschlachten Sebastian Kuhns auf die subtilen Objekte von Aldona Kut. Montage oder Demontage mag man sich fragen angesichts von Kuhns Konstruktionen, die Erinnerungen und Alltagserfahrungen in einen neuen Bedeutungsparcours überführen.

Aldona Kut, die Bühnenbild, Modedesign, Malerei, aber auch Stadtforschung und Architektur studierte, ist eine „Nomadin“, die sich in unterschiedlichsten Metiers und Zugangsweisen bewegt (Papier, Faltungen, Stoffe, Zeichnungen, Objekte), die alle in sensibel transformierter Weise mit Verortungen zu tun haben.

 

Aldona Roza Kut

wurde 1976 in Przemysl, Polen geboren. Nach ihrem Besuch der Krakauer Schule für Modedesign absolvierte Kut an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau ein Studium der Malerei bei Prof. Leszek Misiak und ein Bühnenbildstudium bei Prof. Andrzej Majewski-Kreutz. An der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg absolvierte sie 2008 den Masterstudiengang in Architektur und Stadtforschung. Seitdem ist Kut als freischaffende Künstlerin tätig und lebt und arbeitet in Nürnberg. 2011 Stipendiatin des Int. Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg.

 

Sebastian Kuhn

wurde 1977 in Krumbach geboren und lebt und arbeitet heute in Nürnberg. Er studierte freie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Tim Scott und Bildhauerei und Kunsterziehung bei Claus Bury. Nach einem Studienaufenthalt in Santiago de Chile bei Francisco Gazitua und einem mehrmonatigen Symposium an der Hiroshima City University erweiterte Kuhn seine Studien am Wimbledon College of Art der University of the Arts in London und um einen Master mit Auszeichnung in „Fine Art in Sculpture“.

Seit 2007 arbeitet Kuhn als freischaffender Künstler, 2008 erhielt er den Kunstförderpreis des Bayerischen Staatministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und 2011 war er Stipendiat des Int. Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg.

Lu Song

The quiet carpenter
The quiet carpenter

 

Lu Song - ein chinesischer Romantiker

19. September - 9. November 2014 I E.T.A.Hoffmann Theater

 

Im Zusammenhang mit den interkulturellen Wochen in Bamberg zeigte der Kunstverein Bamberg Werke des chinesischen Künstlers Lu Song. Der junge Maler studierte in London Malerei und lebt heute wieder in Peking. Seine bevorzugten Bildthemen sind städtische Naturräume, Freiflächen, Wälder am Rande von Großstädten. Es sind geheimnisvolle Orte, irgendwo zwischen Europa und Asien angesiedelt. Lu Song beschäftigt sich mit dem klassischen Thema der Landschaftsmalerei, allerdings weniger mit der Schönheit der Landschaft, denn mit heutigen Aspekten der Globalisierung, Anonymität und Fremdheit im urbanen Raum. Menschen sind in seltsame Handlungen eingewoben, die Szenen folgen einer undurchsichtigen Geschichte - Bilder einer Traumwelt?. Die kulturellen Einflüsse sind divers - ein Dazwischen von chinesischer und europäischer Kunst.

Lu Song gehört in jene junge Generation Chinas, die einige Jahre nach der Kulturrevolution geboren, auf der Suche nach eigener künstlerischer Identität ist. Der Anschluss an Europa ist dabei ein zentrales Thema; gerade Lu Song gehört sicher zu den westlichsten der chinesischen Künstler in seiner der Romantik geschuldeten Behandlung der Naturräume als Spiegelbild eigener Innenwelten.

 

 

Die Ausstellung fand statt mit Alexander Ochs Private/ Berlin

 

 

 

Lu Song bei der Vernissage am 19.09. 2014 im E.T.A.Hoffmann Theater

 

 

 

zwischenbericht I Kerstin Polzin / Anja Schöller

WERKsHANDLUNGen 

Über das Integrative zeitgenössischer Kunst der Vierkantrohrserie D von Charlotte Posenenske

 

Symposium Di 17.06.2014, 16 -21 Uhr, Mi 18.06.2014 15-22 Uhr im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia

Ausstellung 25.06. - 07.07. 2014 in der Luitpoldstraße 21, Bamberg

 

Vom MOMA New York nach Bamberg. Das legendäre Baukastensystem >>Vierkantrohrserie D<< der Minimal- und Konzept-Künstlerin Charlotte Posenenske (1933-1985) wird auf die Straße gebracht und soll demokratisches Denken und Handeln im öffentlichen Raum anstoßen. Ein Bausatz wurde dankenswerterweise von Dr.Burkhard Brunn zur Verfügung gestellt. Das Künstlerinnenduo >>zwischenbericht<< Anja Schöller (Fürth) und Kerstin Polzin (Berlin) hat in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Bamberg, dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia, der Universität Bamberg FB Arbeitswissenschaften, Sozial- und Kunstpädagogik und der JVA Ebrach seit 2012 das Projekt WERKsHANDLUNGen entwickelt.

Akteure u.A.: Dana Riemann, David Grimm, Hans Lyer, Metallbauwerkstatt und Junge Gefangene der JVA Ebrach, Olga Seehafer, Notrburga Karl, Rebecca Schmidt, Clemens Muth, Alexander Titz, Christin Schanz, Tina Rahnenführer, Maik Hensel

 

mit Unterstützung der Stadt Bamberg, Stiftung der Sparkasse Bamberg, Architekturtreff Bamberg, Universität Bamberg

 

 

 

 

Franz Kochseder

alles fließt

 

Die Milchstraße und der Gencode liegen bei Franz Kochseder nahe beieinander. Sie berühren sich - auf dem Papier. Was das Oben mit dem Unten, bzw. dem Innersten verbindet - das erforscht Franz Kochseder in vielen Stunden in der Abgeschiedenheit seines Ateliers. Der Arbeitsprozess ist ein langsamer, das Matetrial: Papier Kopien und Pastellkreide.

Franz Kochseder, geb. 1947, hat an der Werkkunstschule Aachen und der Akademie in Stuttgart studiert. Seit 1977 als freischaffender Künstler tätig, lebt er nach langen Jahren in München und Imperia (It.) nun im mainfränkischen Lindach.

 

Ausstellung im Foyer des E.T.A.Hoffmann Theaters Bamberg

Vernissage am 16.Mai 2014, 18 Uhr

 

 

Veranstalter: Kunstverein Bamberg e.V. mit Unterstützung der Stadt Bamberg

 

 

Hilde Bauer

Malerei und Collagen

Hilde Bauers Malerei und Objekte sind als Möglichkeitsräume konzipiert und lassen vieles unausgesprochen. Obwohl sie auf den ersten Blick klar verständlich wirken, lassen sie keinen genauen Standpunkt des Betrachters zu. Den Motiven liegen meist keine Fotos oder realistische Gebäude zugrunde, sie berufen sich auf Erinnerung, schon Gesehenes und schälen sich während des Arbeitsprozesses langsam heraus. Durch den modellhaften, skizzierten Charakter werden Assoziationen an bereits Gesehenes, Erlebtes wachgerufen.

Hilde Bauer ist 1963 in Bamberg geboren, studierte an der Kunstakademie in Stuttgart Bühnenbild und war mehrere Jahre an verschiedenen Bühnen tätig, bevor sie sich immer mehr der Malerei zu wandte.

Ausstellung im Theaterfoyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters Bamberg
Vernissage am Samstag, 22. März 2014 um 16 Uhr
Eröffnung: Prof. Dr. Wolfgang Tunner, München/ Wien
Begrüßung: Franz Ullrich (Vorstand Kunstverein Bamberg), Christoph Gatz (Sprecher Architekturtreff Bamberg)
Dauer: bis 26. April 2014
Veranstalter: Kunstverein Bamberg mit Unterstützung der Bayerischen Architektenkammer und der Stadt Bamberg

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Künstlerin ist bei der Vernissage anwesend.

 

 

Madeleine Heublein

break

Madeleine Heublein arbeitet seit 20 Jahren als freischaffende Künstlerin in Leipzig. Sie beschäftigt sich in ihren Bildern mit Verwerfungen und Brüchen im Leben der Menschen, "break"  so dann auch der Titel dieser Ausstellung. Figuren, von Kopf bis Fuß bandagiert, mit zum Teil hauchdünnen Linien wie in einen Kokon eingewebt, sind nur zu erahnen. Festgehalten scheinen Momente zwischen Hoffnung und Angst, Sehnsucht und Verstummen. Widerspruch, Spannung und Ambivalenz bestimmen den Gestus ihrer Werke.


Madeleine Heublein arbeitet sowohl in klassischer Ölmalerei, ist aber auch in der Zeichnung und den graphischen Techniken zu Hause.
Ihre Arbeiten waren u.a. in Paris, Brüssel, Warschau und in vielen deutschen Städten zu sehen.

Zur Vernissage am Freitag, den 6. Dezember um 18 Uhr im Foyer des E.T.A. Hoffmann Theaters ergeht herzliche Einladung

Die Vernissage wird begleitet von einer  Klangperformance des Leipziger Künstlers Erwin Stache

geöffnet Di-Sa 10-13 Uhr, Mi 16-18 Uhr und eine Stunde vor Theaterbeginn

Ausstellungsdauer 6. Dezember 2013 bis 18. Januar 2014

 

 

Heidrun Schimmel

„Im Lauf des Fadens gegen den Strich“

Der Kunstverein Bamberg verleiht den Berganzapreis 2013 an die Textil-Künstlerin Heidrun Schimmel. Seit mehr als 35 Jahren stickt, besser gesagt, heftet die gebürtige Bambergerin weiße Fäden auf schwarzen Organzastoffen, in ruhig konzentrierter Aufmerksamkeit und fast zeitloser Einheit mit ihrem Tun. Dabei entstehen serielle Reihungen, die später flach an die Wand gepinnt werden oder zarte Gebilde, die sich mit der Schwere des Fadens verformen zu Objekten im Raum. Material und Arbeitsprozesse werden bis an ihre Grenzen ausgelotet – bis der Faden reißt oder die Nadel bricht. Heidrun Schimmel hat an der Kunstakademie in Nürnberg und München Textilgestaltung und Malerei studiert und wurde für ihre Arbeiten in Japan und Amerika mit Preisen geehrt. In Europa dagegen wurde der Umgang mit textilen Materialien eher als kunsthandwerklicher „Frauenkram“ beiseite gedrängt. Dass sich dies momentan grundlegend ändert, beweisen derzeit große Ausstellungen in Deutschland und Frankreich, die sowohl auf künstlerischer wie gesellschaftlicher Ebene eine Neubewertung erzwingen.
Gerade in unserer digitalisierten Welt, der Bedeutung von Computer und Internet, scheint das Gespür für textile Sinnlichkeit neu erwacht und gibt damit auch der Textil-Kunst die ihr gebührende Bedeutung zurück.

Die Preisverleihung und gleichzeitige Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Heidrun Schimmel findet statt am Freitag, den 22. November um 18 Uhr auf der Altenburg, in der ehemaligen Wohnung des Doktor Marcus, Eingang im Torbogen.

Die Ausstellung ist geöffnet Fr – So 12 – 16 Uhr, zusätzlich am 26.12. 12 – 16 Uhr und am 6. Januar 2014 von 12 – 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung.

Der Preis wird gestiftet von der VR Bank Bamberg eG, wir bedanken uns herzlich dafür!