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24. Juni – 19. Juli 2009



Abb.: Schülerinnen des Leistungskurses 2008/2009 des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums


„Kunst-Weg“

Ausstellung im Foyer des E.T.A.- Hoffmann -Theaters Bamberg
am 24.06.09 mit Arbeiten aus Leistungskursen des E.T.A.-Hoffmann - Gymnasiums Bamberg.
 Im Rahmen einer Zusammenarbeit von Kunstverein Bamberg und Bamberger Gymnasien präsentieren Schülerinnen des Jahrgangs 2007 bis 2009 eine Auswahl ihrer Arbeiten aus der Kollegstufenzeit.
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In die Reihe der diesjährigen Ausstellungen des Kunstvereins Bamberg kann sich vor der Sommerpause das E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg mit Schülerinnen aus den Leistungskursen des aktuellen Abiturjahrgangs und Vertreterinnen der letzten beiden Jahre unter der Betreuung ihrer Kunsterzieher Frau Gertrud Jacob und Herrn Joachim Engewald eingliedern. Bis zum 19. Juli präsentieren sich die Schülerinnen im Foyer des E.T.A. Hoffmann Theaters mit einer Auswahl von Arbeiten aus dem Kunstunterricht und ihrer Facharbeiten. In enger Zusammenarbeit mit Frau Walli Bauer, der zweiten Vorsitzenden des Kunstvereins konnte der Kontakt zwischen Schule und Verein hergestellt und die Ausstellung ermöglicht werden und wird hoffentlich noch weiterhin für spätere gemeinsame Projekte Früchte tragen.
Mit einer kreativen, abwechslungsreichen und ansprechenden Vernissage führten die Abiturientinnen des Leistungskurses Kunst (KS13, Abiturjahrgang 2009) am Mittwoch, den 24. Juni 2009, die Besucher in die Tiefen der Ausstellung ein, welche die Vielfältigkeit des zweijährigen künstlerischen Schaffens beleuchtet, das die Teilnehmer mit ihren Arbeiten unter Beweis stellen.
Begrüßt wurden die Gäste von der Vorsitzenden des Kunstvereins, Frau Annelie Grimm-Beikert und anschließend begeisterten die Schülerinnen mit einer Performance das anwesende Publikum. Bilder verschiedener Epochen vom Klassizismus bis zur Pop Art visualisierten, untermalt von den Klängen einer Jazz-Combo, das Geschehen auf der Bühne, dem sich die Zuschauer ausgesetzt sahen. Eine Figurine aus Draht wurde – symbolisch zur jeweils angedeuteten künstlerischen Periode – mit Tüchern angezogen, mit Blumen geschmückt, mit einer Federboa verschönert, mit einem Hammer bedroht, mit Konfetti pointillistisch gezeichnet, mit Schmuck aus Golddraht verkitscht oder aber mit einer kubistischen Perücke und einer Campbells Tomato Soup ausgestattet. Die musikalischen Klänge, welche das pantomimische Handeln der Kursteilnehmerinnen begleiteten, reichten von sphärischen Tönen des Xylophons bis zu rockigen und jazzigen Klängen, welche von Johannes Böhm am Klavier, von Korbinian Tews am Schlagzeug und Stefan Goldbach am Bass (alle Musik-Abiturienten des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums) dargeboten wurden. Abgeschlossen wurde die Inszenierung quasi von den „Jüngsten Wilden“ – die Abiturientinnen, die die Bühne stürmten und, dem Tanz um das goldene Kalb gleichend, wild gestikulierend die erschaffene Drahtskulptur symbolisch mit Farbpunkten überstreuten. Ein fulminanter, kreativer Durchgang durch die Kunstgeschichte, welche als exemplarischer Weg der Kursteilnehmer im Zuge ihrer Ausbildung am musischen Gymnasium gesehen werden kann. Im Anschluss der mitreißenden Vorführung begrüßte die Kursleiterin G. Jacob die Gäste und nahm kurz Stellung zur Entstehung der ausgestellten Arbeiten. Weit mehr als die im Theaterfoyer gezeigten Arbeiten, die nicht weniger gute künstlerische Qualität aufweisen, können in den Räumen der Schule noch bis zum Ende des Schuljahres bewundert werden. Herr J. Engewald äußerste sich im Anschluss in seiner Funktion als Fachbetreuer zur Situation der Kunst in der Schule und zum erzieherischen Auftrag der bildenden Kunst. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Frage nach dem Stellenwert des Kreativen als Bildungs- und Erziehungsinhalt an allgemeinbildenden Schulen. Hier erhält das Fach Kunst einen besonderen Auftrag: aus dem schöpferischen Sichausdrückenwollen aussagefähige Bildsprachen zu entwickeln. Fern jeglicher formalisierender „Trockenübungen“ und oberflächlicher Geschmacksbildung steht im Mittelpunkt aller künstlerischen und pädagogischen Bemühungen die Authentizität des Ausdrucks. Sie ermöglicht, trotz aller „bildnerisch-akademischer Unvollkommenheit“, die unverstellte Dialogfähigkeit mit dem Produzenten und eröffnet eine überzeugende Herausforderung für der Außenwelt. Erreichbar sind diese Ziele nur, wenn der Schüler in seiner Lebens- Erfahrungs- und Empfindungswelt ernst genommen wird, sein Blick auf sich und die ihn umgebende Wirklichkeit in den Mittelpunkt rückt. Dem Besucher der Ausstellung sei in diesem Sinne eine spannende, anregende, vielleicht auch zuweilen aufregende Auseinandersetzung mit den Arbeiten gewünscht.