"Code Meng"
Bilder der chinesischen Künstlerin Meng Yang von 2006 – 2010
Willkommen
Wir über uns
Ausstellungen
Lesungen/Vorträge
Exkursionen
Publikationen
Rückschau
Berganza-Preis
Beitritt
Links
Impressum
Abb.: Meng Yang "the tree"
Der Kunstverein Bamberg zeigt im Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters vom 10. März bis 28. April Leinwandarbeiten der jungen Chinesin Meng Yang. Ihre Arbeiten erinnern an chinesische Tuschzeichnungen und Kalligrafien, bestehen aber aus Linien, die ganz unpoetisch mit einem Edding gezeichnet werden.
Aus der Nähe wirken die Arbeiten oftmals wie ein Liniengeflecht, auf wenige Farben reduziert, von Weitem dagegen wie blühende Landschaften. Bevor Meng Yang nach Nürnberg an die Akademie der Bildenden Künste wechselte, studierte sie in ihrer Heimatstadt an der Kunstakademie in Tianjin. 2010 wurde sie für ihre Diplomarbeit mit dem Kulturpreis der E.ON Bayern AG ausgezeichnet.

Ausgangspunkt ihres Diplom-Videos "Hei und Bai" sind Erinnerungen an ihre Schulzeit im chinesischen Tianjin, als die jungen Schüler nur Wasser und ein speziell beschichtetes Papier für ihre kalligraphischen Schreibübungen hatten, um Papier und Tusche zu sparen. Während das Blatt beschrieben wurde, trocknete das Wasser und das Papier konnte von Neuem beschrieben werden. "Hei und Bai" ist ein Versuch der Künstlerin, auf diese Art und Weise ihre eigene Interpretation von Zeit und Geschichte darzustellen.

Meng Yang künstlerischer Ausdruck ist vielseitig. Sie arbeitet in den Bereichen Fotografie, Soundinstallation, Video und Malerei, die nun in Bamberg vom Kunstverein vorgestellt wird. Ihre Bildsprache ist von chinesischer traditioneller Kunst beeinflusst, die sie faszinierend mit zeitgenössischen Themen vermischt. Ihre Bildsprache ist rhythmisch, elegant. Eindringlich kombiniert Meng Yang in ihren Bildern blühende Kraft mit sanfter Zartheit. Yang benutzt Linien als wären sie überlebenswichtig, sie werden zu visuellen Bausteinen ihrer komplexen Bilder. Die allgegenwärtigen Linien stehen für Kontrolle und Stabilität, wie auch für Freiheit. Obwohl die Wiederholung Beständigkeit bedeutet, erfüllt die Entschlossenheit und Direktheit jedes Strichs Yang‘s Bilder mit einem stetigem Anstieg von Energie. Sie führt gefühlvolle Formen ein, welche die stabile Ausrichtung unterbrechen und in ihren Kompositionen wie leichte Windböen hervortreten. Yang‘s Bildern wecken das Gefühl eines deutlichen Traumes: sich der Eile der physischen Welt bewusst werdend, distanziert sich der Betrachter von der Realität durch einen abenteuerlich, rhythmischen Nebel aus Formen und Zeichen.

Vernissage am Donnerstag, 10. März 2011 um 18.00 Uhr im Theaterfoyer. Die Künstlerin ist anwesend.

Ausstellungsdauer 10. März bis 28. April 2011

Öffnungszeiten Dienstag– Samstag 10 – 13 Uhr, Mittwoch 16 – 18 Uhr
sowie eine Stunde vor Beginn der Vorstellungen im E.T.A.Hoffmann-Theater